
Heute mal eine Buchverfilmung, wider besseren Wissens: Eat Pray Love mit Julia Roberts.
Normalerweise kann man Buchverfilmungen ja in die Tonne treten, aber man gibt die Hoffnung ja so schnell nicht auf.
Julia Roberts spielt Elizabeth Gilbert, die sich eigentlich nicht beklagen dürfte. Sie hat einen guten Job als Schriftstellerin, ein schönes Haus und einen netten Mann. Aber das reicht ihr nicht, denn sie spürt eine gewisse Leere in sich. Vollkommen klar: Midlife Crisis. Ein Mann würde sich jetzt entweder eine Harley kaufen oder eine eigene Bar eröffnen, Elizabeth geht das Problem etwas anders an. Sie lässt sich von ihrem Mann scheiden und hat auch im Anschluss wenig Glück mit dem anderen Geschlecht. Das alles veranlasst sie, auf eine einjährige Reise zu gehen, auf der sie hofft sich wieder zu finden. Nur drei Dinge will sie auf dieser Reise tun, um dieses Ziel zu erreichen: Eat, pray, love. Das mit dem Essen erledigt sie in Italien, das Beten dann in Indien und die Liebe kommt dann auf Bali hinzu. Ihre Reise ist nicht gerade einfach und sie verliert sehr vieles, nur um auch vieles zu gewinnen. Ob sie schlussendlich ihr eigenes Selbst wieder gefunden hat, das soll an dieser Stelle nicht verraten werden...
Denn es ist im wahrsten Sinne des Wortes sehr irrelevant, wie dieser gesamte Film. Es handelt sich bei diesem Film um eine Verfilmung der Autobiographie von Elizabeth Gilbert und auch die war schon zäh wie Leder. Insofern ist der Regisseur Ryan Murphy sehr nah am Original geblieben. Jedoch können auch einige interessante Nebendarsteller wie z.B. Javier Bardem das Ruder rumreißen. In ganzen 140 (!!!!!) Minuten sieht man Julia Roberts zu, wie sie in immer wieder neuen Kostümen vor immer sehr schön aufgenommenen Landschaften stehen darf. Wirkliche Spannung kommt dabei allerdings keine so recht auf und eine richtige Handlung scheint es auch nicht zu geben. Der Film erinnert in seiner Zähigkeit verdammt an „Rendezvous mit Joe Black“ und irgendwann in der Mitte fragt man sich, ob ein Film über Harleys oder eine eigene Bar oder am besten beides nicht irgendwie besser gewesen wäre...







