New York
25.02.2010 - 13:22

1000 Orte

New York, New York. Die Stadt der Gegensätze. Als ich einmal kurz vor Silvester dort war, habe ich mitten zwischen den Hochhäusern gleich hinter der Public Library einen kleinen, beinahe verwunschenen Weihnachtsmarkt entdeckt. Und damit nicht genug: ich fand dort sogar einen Stand, an dem es heißen Äppler gab. Ich liebe diese Stadt. Nicht nur dank dieser kleinen Anekdote. Um nicht mit dem üblichen Touristenstrom mitgerissen zu werden, sollte man unbedingt weitergehen. Weiter, als bis zum Beginn des Central Parks, vielleicht mal mitten durch und oben wieder raus. Da sieht man das andere New York. Auch schön, aber eben anders. Der Park wird flankiert von den schönsten und teuersten Appartementhäusern der Stadt. Doch es gibt mehr zu sehen als das. New York ist bunt. Nimm dir einen ganzen Tag Zeit, mach die Augen auf und laufe. Harlem, SoHo, Chinatown, West Village, Little Italy, Korea Town. Menschen aller Nationen gemeinsam auf einem kleinen Fleck. Da muss es doch auch die passende Musik geben? Keine Frage! Zum Beispiel hier: Der Meatpacking District ist ein Gewerbegebiet im Westen der Stadt, und so eine Location zieht natürlich auch immer eine ganze Menge junger, wilder Gastronomie an. Große Räume, kleine Mieten und wenig lärmempfindliche Nachbarn schaffen das optimale Umfeld. Auch für den Club Cielo. Seit über acht Jahren schon wird hier die feinste Housemusic für ein buntes Publikum gespielt. Nicolas Matar, ja genau, der Mann vom Pacha, hat es geschafft, hier ein wenig Ibiza-Feeling im Big Apple zu etablieren. Auch mit Hilfe einiger Plattenkünstler, die ebenfalls auf der Partyinsel ein Zuhause haben. Einer von ihnen ist Willi Graff, den ist momentan regelmäßig im Pacha auf Ibiza und eben im Club Cielo in New York.Wer gerne mal erleben möchte, wie die Stimmung kocht, wenn sich die Einflüsse der Metropole New York mit den Eindrücken aus Ibiza vermischen, muss weder bis zum Sommerurlaub warten, noch nach New York jetten, denn am 12. März kann man ihn auch in Frankfurt erleben. Zusammen mit Daniel Sinco lässt er den King Kamehameha Club beben. Seid dabei ab 22:00 Uhr!
sg

Neuromarketing
23.02.2010 - 19:14

Trendbegriff

Das fragen sich gerade einige... Auch Sie haben bestimmt schon einmal ein Geschäft mit vollen Einkaufstüten in den Händen verlassen und sich gefragt - was zum Teufel - warum gerade dieser Einkauf jetzt unbedingt sein musste. Vielleicht sind Sie auf einen geschickten Einzelhändler gestoßen, der sich auf ihre geheimsten Wünsche spezialisiert hat ! :-) Neuromarketing ist das neue Schlüsselwort. Hier werden Erkenntnisse aus der Hirnforschung mit Marketingansätzen kombiniert, um den Konsumenten besser zu verstehen und Antworten darauf zu liefern, warum ein Kunde wie reagiert - und wie dieses Verhalten für den Verkauf genutzt werden kann. So verstärken beispielsweise bestimmte Düfte das Einkaufsbedürfnis. Mit ihrer Hilfe wird Interesse durch Assoziationen geweckt: pudrige Düfte erinnern z.B an Babys und bewirken so ein Gefühl von Geborgenheit. Bei weiblichen Düften wie Vanille kann die Damenwelt einfach nicht widerstehen - was so auch durch Studien belegt worden ist. Auch Berührungen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es um den Kauf eines Kleidungsstückes geht. Der Kunde will fühlen - anfassen - in die Hand nehmen, was er sieht. "Neuromarketing gibt Aufschluss, warum bestimmte sensorische Impulse unser Einkaufsverhalten bestimmen, wenn wir einen Laden betreten. Top-Modeläden wie der Louis Vuitton Paris, Prada Tokio oder Shanghai machen das optimal". Die Experten versprechen: "Diese Art von Marketing-Einsatz ist ohne Zweifel die Zukunft". Hierzu noch ein Buchtip - Buyology. Ach, übrigens hat gerade der Hollister Store Frankfurt eröffnet - also frohes Shoppen!
ja

Mai Tai
23.02.2010 - 16:48

Cocktailschule

Bitte was? Tiki? Na, ich seh schon, wir müssen wohl ein Stück weiter
vorne anfangen – und zwar im frühen 20. Jahrhundert. Bereits um 1940
kam man auf die Modeerscheinung Tiki. Inspiriert durch die Ahnenfiguren
einiger Südseekulturen wurden die aufwendigen Schnitzereien im Design
dieser Figuren in fast allen Bereichen des Lebens aufgenommen. Und
neben Schmuckdesignern, Künstlern und Möbelschreinern waren schnell
auch die Gastronomen vom Südseefieber infiziert: die Tiki-Bars schossen
aus dem Boden. Die Gestaltung der Gastflächen wurde zu einer Kunstform
erhoben, in deren Mittelpunkt die Lebensfreude und das Kunsthandwerk
der Südsee standen. Besonders charmant wirken auch heute noch die
Tiki-Mugs auf den Betrachter, die so etwas sind wie die Cocktailgläser
der ersten Stunde. Sie waren den Ahnenfiguren der Inselbewohner
nachempfunden und ausgehöhlt, um möglichst große Mengen flüssiger
Leckereien aufnehmen zu können. Einer der in dieser Szene zuhause war
und die Mugs kunstvoll füllte, war Victor Bergeron, der für sich auch
gleich mal in Anspruch nahm, eine der großen Barlegenden kreiiert zu
haben – den Mai Tai. So einer arbeitet natürlich nicht unter seinem
eigenen Namen, und so wurde unter dem Pseudonym Trader Vic gemixt, was
die Hütte aushält. Da zu dieser Zeit viele die Meinung vertraten, die
Cocktailrezepte wären das eigentliche Kapital einer Bar, wurden diese
Rezepte auch lange nicht mit anderen geteilt, und nicht zuletzt aus
diesem Grund kursiert eine große Menge unterschiedlicher Rezepte zu den
Drinks dieser Zeit. Schade für unsere Barlandschaft ist das
Verschwinden dieser Perlen der Innenarchitektur in den 70er Jahren, zum
großen Glück für uns wurden vorher die Rezepte der Bars doch noch
veröffentlicht. Und zu eurem großen Glück bin ich kein Geheimniskrämer
wie der Vic, hier also mal ein leckeres Rezept für den Mai Tai, mit in
paar Zutaten, die (fast) jeder zuhause hat:
2 cl Zitronensaft
1,5 cl Roses Lime Juice
2,5 cl Apricot Brandy
6 cl Myers Rum
3 cl Ananassaft
0,5 cl Mandelsirup
Auf Eiswürfel schütteln und auf gestoßenes Eis abseihen – schnell austrinken und einen zweiten machen.

sg

So weit oben hab ich halt net gesucht…
23.02.2010 - 10:07

Stadionwurst

Nicht wirklich viele Menschen haben Spaß an Zahlen und Statistiken, den meisten sind sie ein Graus – man will nicht mal erfasst werden. Mitunter ja auch ein durchaus nachvollziehbares Anliegen, denn wer möchte auch schon in der Unfallstatistik der menschliche Gegenwert einer Ziffer sein oder zu den 0,00000001% der Bevölkerung gehören, die am Ende wirklich einen schweinegrippenverursachten Schnuppen hatten? Aber eine Statistik gibt es dann doch, die Manager, Lehrerinnen, Polizisten, Bäcker und Berufskraftfahrerinnen gleichermaßen verschlingen: Die Tabellen der Fußballbundesligen erhalten zu Wochenbeginn selbst von den größten Zahlenmuffeln die volle Aufmerksamkeit. Da man ja bekanntlich keiner Statistik trauen soll, die man nicht selbst gefälscht hat, sucht man als misstrauischer Frankfurter heute morgen an gewohnter Stelle, dem niedrig zweistelligen Bereich, nach der Mannschaft seines Herzens – nicht da! Alles nur ein Traum? Doch nur 2. Liga? Da wollte man doch nie wieder hin! Keine Kohle – Lizenzentzug? Wir sind doch immer so sparsam! Und dann die Erkenntnis: Wer wochenlang solide gut und glücklich spielt, bekommt zur Strafe eine niedrige Nummer. Die Eintracht steht punktgleich mit Bremen (6) auf Platz 7, und das Beste an der Geschichte: völlig zu Recht. Am Wochenende ist es den Hamburgern im eigenen Stadion nicht gelungen, ein Tor gegen die Gäste vom Main zu machen. Am Ende stand es also 0:0. Die SGE bekommt ihren 35. Punkt in dieser Saison gutgeschrieben und muss sich wirklich nicht verstecken gegen eine Mannschaft, die fast nur aus Nationalspielern (M. Franz) besteht. Statistisch ist übrigens das 1:1 das häufigste Ergebnis in der 1. Bundesliga. Das ist an diesem Spieltag nur einmal gelungen und ich bin mir sicher, auch in Nürnberg war man mit dem Punktgewinn gegen die Bayern mehr als zufrieden. Ansonsten hat sich das Wochenende wenig um das Einhalten von beobachtbaren Erfahrungswerten geschert, und so lassen sich folgende weitere Ergebnisse auflisten:
Hoffenheim – Mönchengladbach 0:0
Mainz – Bochum 0:0
Köln – Stuttgart 1:5
Dortmund -  Hannover 4:1
Freiburg – Berlin 0:3
Wolfsburg – Schalke 2:1
Bremen -  Leverkusen 2:2

Und weil es so schön ist und vielleicht auch am nächsten Wochenende schon wieder vorbei, hier die Platzierungen der 1. Bundesliga bis Platz 7:

1. Leverkusen
2. Bayern
3. Schalke
4. Hamburg
5. Dortmund
6. Bremen
7. Frankfurt
8-18. irgend welche anderen…

sg

Dave Brubeck
19.02.2010 - 18:33

Musik

Dave Brubeck
Wer heute Abend dabei ist - beim Geburtstagskonzert auch noch - der kann davon dereinst seinen Enkeln erzählen... So prosaisch kündigte das Programm des King Kamehameha Clubs das Konzert für den 5. Dezember 2000 an. Nun, ich war zwar an dem Abend dabei, an Enkel verschwendete ich den ganzen Abend aber keine Gedanken, sogar von Kindern war ich so weit entfernt wie einer der herausragendsten Jazz-Musiker der Welt von einem Konzert in einem Houseclub. Naja, und dann kam er. Einer der besten Jazz-Pianisten, die es gibt. Aus der Generation meines Großvaters, den mein Vater bereits kannte, als Schlaghosen zum ersten Mal cool waren. Ein Musiker, der Jahrzehnte des Jazz miterlebt und geprägt hat, von Präsidenten geehrt und vom Publikum für seinen Cool Jazz geliebt wird.

MusikMusik

Der Mann hat einen Grammy fürs Lebenswerk, einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, und an diesem Abend hatte er meine volle Aufmerksamkeit. Ich bin wahrlich kein großer Musikkenner, kein Mensch mit einer durch brillanten Geschmack geprägten Plattensammlung erkannte doch, dass ich bei etwas Besonderem dabei sein konnte. Nicht genug damit, dass ich das Konzert in einem fast intimen Rahmen miterlebte, das Konzert war auch wirklich am Vorabend seines 80. Geburtstages und gemeinsamen mit seinem Publikum feierte er auf der Bühne in seinen Geburtstag rein - und eben diese Bühne befand sich im King Kamehameha Club. Da war es, das Konzert der Jazz-Legende im Houseclub. Am Ende des Abends war ich zwar gedanklich nicht näher an den Enkeln, aber eins wusste ich: sollte es einmal welche geben, hoffe ich, dass ich mich auch dann noch an diesen Abend mit Dave Brubeck erinnere.
sg       

iPad
19.02.2010 - 18:18

Gadget

Es fehlen mir eigentlich die Worte um aufzuschreiben, wie berauschend ich die „Keynote“ von Steve Jobbs zum neuen Apple-Tablet “iPad“ fand. In den gleichen Klamotten, ich glaube fast den identischen, wie bei der Einführung des iPhones 2007, betritt er die Bühne eines Kinos in San Fran, um ausgesuchten Pressemenschen, Top-V.I.P.s und wem weiß ich noch das neueste High Tech-Gerät aus dem Hause Apple zu präsentieren. Er ist in seiner Rede super natürlich und als Number One im Verkauf von mobilen Endgeräten, „moblie devices“, völlig relaxed und scheinbar überhaupt nicht abgehoben. Er nennt ein paar allgemeine Zahlen zum Konzern und zum Beispiel auch die aktuellste zu den Verkäufen des iPods: 250.000.000 Stück insgesamt weltweit. Überhaupt sind, typisch amerikanisch für mich, Zahlen sehr wichtig: wieviel Billionen Dollar die Company im ersten Quartal gemacht hat und dass Apple mit ca. 50 Billionen $ Jahresumsatz endlich mal ne große Firma geworden ist. Steve Jobbs liebt seine Firma und er liebt was?? Natürlich das neue „phenomenal iPad“ zum bombastischen Einstiegspreis von nur 499$. „Unsere fortschrittlichste Technologie in einem neuen und revolutionären Gerät zu einem unglaublichen Preis.“ Beim Design und der technischen Umsetzung stand wohl ein Aspekt im Vordergrund: Das Beste aus iPhone und Powerbook zu vereinen und eine intuitive Handhabung zu ermöglichen, bei dem das Tool auf den User zukommt - und nicht umgekehrt. Also ich werde demnächst nach New York fliegen und mir das Ding im 243sten Apple Retail Store anschauen - vielleicht kommt ja eins auf mich zu – und dann werde ich halt sein neuer User sein und die Worte mit meinen Fingern auf ihm schreiben, die mir heute gefehlt haben.

http://www.apple.com/de/ipad/?cid=CDM-EU-2842&cp=em-2842-2842&sr=em

Ich hoffe, ihr werdet auch berauscht sein!
sc

Twin Peaks
19.02.2010 - 11:35

Filmche Gugge

Twin Peaks
Wer hat Laura Palmer getötet? Diese Frage beschäftigte Anfang der 90er Jahre das Fernsehpublikum rund um die Welt. Denn genau darum ging es in der TV-Serie Twin Peaks, erdacht und umgesetzt von David Lynch und Mark Frost. Die Schülerin Laura Palmer, die mit ihrer Familie in der Serie den Namen gebenden Ortschaft wohnt, wird ermordet aufgefunden. Die lokale Polizei tappt im Dunkeln und daher wird das FBI in Person von Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) hinzugezogen. Der ist ein etwas skurriler Charakter, mit einem besonders ausgeprägten Faible für schwarzen Kaffee und guten Obstkuchen. Cooper nimmt die Ermittlungen auf und schnell wird klar, dass sich hinter der etwas einfachen und ländlichen Fassade von Twin Peaks mehr verbirgt, als man sich vorstellen kann. Damit nimmt ein Psycho-Thriller seinen Lauf, den es in dieser Form im Fernsehen noch nicht gegeben hatte und auch seit dem nicht mehr. Die letztliche Auflösung der Frage nach dem Mörder gehört bis heute wohl zu einem der schockierendsten TV-Augenblicke der letzten 20 Jahre. Twin Peaks ist nichts geringeres als ein Meilenstein der TV-Serien-Geschichte und fesselte die Zuschauer während der beiden Staffeln an die Bildschirme. Neben der Hauptgeschichte um den Mord an Laura Palmer entwickeln sich zahlreiche Nebenstories, die aber alle in der einen oder anderen Weise mit der Suche nach dem Mörder verbunden sind. Es ist vor allem die Umsetzung der Geschichte, die Twin Peaks zu etwas besonderen macht. Das Setting, die Musik und nicht zuletzt die Charaktere sind absolut einzigartig. Twin Peaks ebnete den Weg für andere Mystery-Serien wie Akte X (David Duchovny a.k.a. Fox Moulder hat im Übrigen einen kurzen Auftritt als geschlechtsumgewandelter Kollege von Cooper) und Konsorten, jedoch bleibt die Atmosphäre und die Geschichte von Twin Peaks unerreicht und auch heute hat die Serie nichts von ihrer Magie verloren. Unbedingt anschauen!

kr

Akko / Israel
19.02.2010 - 11:29

1000 Orte

1000 places to see before you die.

Hm, das Buch steht doch beim mir im Regal... Angelehnt an die Idee bin ich auf die Suche gegangen und dachte mir: Wow, was für eine Zahl! Da fallen mir doch sicher einige Orte in die Hände, an denen ich schon mal war. Und tatsächlich. Ich wurde fündig. Fand Orte, die mich an die ein oder andere kurze oder lange Reise erinnern. Das wird wohl jedem so gehen. Dem Globetrotter ebenso wie demjenigen, der über die Grenzen seines Heimatlandes bisher nicht hinaus kam. Wöchentlich werden an dieser Stelle einzigartige Orte beschrieben, die immer eine Reise wert sind - um die Ecke oder am Ende der Welt - und immer persönlich getestet... Mein Ort der Woche: Akko / ISRAEL, 32°55'40?N 35°04'54?E

Was man dort gesehen haben sollte? Die alte Kreuzfahrerstadt. Wo man sie findet? Unterirdisch! Ganz richtig gelesen. Man muss tief in die Erde steigen, doch dann öffnet sich eine unglaubliche Welt aus alten Mauern und Gängen. Manche geöffnet, viele noch immer zugemauert. Doch man spürt: hier pulsierte das Leben! Man fühlt sich wie in einem Labyrinth und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Nicht ohne Grund ist die Altstadt von Akko als Weltkulturerbe geschützt. Oberirdisch schlendert man über orientalische Märkte, deren Düfte der Gewürze man nicht mehr vergisst, genießt die Aussicht aufs Mittelmeer und staunt über die Architektur aus „Tausendundeiner Nacht“. Da dieser Teil der Stadt touristisch nicht überlaufen ist, kann man zwar wenig Souvenirs oder Postkarten kaufen, dafür aber in den kleinen Cafés inmitten enger Gassen oder am Meer schöne Stunden verleben.

mg