The Expendables
30.08.2010 - 21:10

 

 

 

Es gibt sie nur noch selten, diese Filme, die einem das Grinsen ins Gesicht zaubern und mit einem derart unterschwelligen Augenzwinkern daherkommen, dass man sich genau vorstellen kann, wie sehr sich die Drehbuchautoren beim Schreiben beömmelt haben müssen. So ein Film ist „The Expendables“ von und mit Sylvester Stallone.

 

Barney Ross (Stallone) ist der Anführer einer Gruppe von Söldnern, denen auch Lee Christmas (Jason Statham) und Yin Yang (Jet Li) angehören. Sie erledigen die Aufträge, die der CIA zu dreckig oder zu heikel sind. Doch der neuste Auftrag hat es in sich: Sie sollen auf der Insel Vilena im Golf von Mexiko den Militärdiktator Garza stürzen. Lee und Barney wollen die Situation auskundschaften und treffen sich mit einer Kontaktperson vor Ort: Sandra (Gisele Itié). Die ist nicht nur hübsch, sondern auch Garzas Tochter. Darüber hinaus erfahren die beiden Söldner, dass der ehemalige CIA-Agent James Munroe (Eric Roberts) hinter dem Staatsstreich steht und eigentlich die Fäden zieht. Barney und Lee werden entdeckt, was die Söldner zur Flucht zwingt. Sandra bleibt jedoch auf der Insel zurück und ist den Schergen Munroes ausgeliefert. Barney plagen Gewissensbisse und so fasst er den Entschluss, zurückzukehren und Sandra zu helfen, auch alleine, wenn es sein muss. Doch selbstverständlich lassen eine Kollegen ihn dabei nicht im Stich...

 

Das, was für große Teile des weiblichen Publikums „Sex and the City“ war/ist, ist dieser Film für große Teile des männlichen Publikums. Es geht eigentlich nicht wirklich um etwas, muss es aber auch nicht, denn der Film und die Besetzung sind einfach zu gut. Es knallt an allen Ecken und Enden, ein erinnerungswürdiger Einzeiler in den absurdesten Situationen jagt den nächsten. Man sollte nicht versuchen, diesen Film inhaltlich zu analysieren, denn das bringt nichts. „The Expendables“ sind kein Kopf-, sondern Bauchkino, und zwar von der allerersten Güte. Glattgebügelte, androgyne Figuren der Kategorie Orlando Bloom sucht man hier vergebens. Besonders spaßig sind die kurzen Auftritte anderer Stars, die hier von der Story her nicht genauer erwähnt werden konnten: Dolph Lundgren ist einer der Söldner, der Kontaktmann der CIA wird gespielt von Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger hat einen Gastauftritt als rivalisierender Söldnerchef. Gerade letzteres ist besonders interessant, da Stallone und Schwarzenegger im Deutschen vom gleichen Synchronsprecher gesprochen werden – auch in diesem Film.

 

Kurzum: der Film ist wunderbare Ablenkung vom mittlerweile vielleicht etwas zu schmusigen Mainstream-Kino. Man kann es nur empfehlen!

Bundesliga 2. Spieltag 2010/2011
30.08.2010 - 18:42

 

 

Schon wieder ein Wochenende mit vielen Ergebnissen, die so sicher nicht vorausgesagt worden sind. Leider fand sich auch am 2. Spieltag unsere Frankfurter Eintracht nicht unter den Siegern, sondern musste eine 1:3-Heimschlappe gegen den HSV einstecken, doch die anderen Partien waren nicht von schlechten Eltern.

 

Erst legten die Aufsteiger vom FCK mächtig los und trieben kleinlaute Bayern zwei zu null vom jubelnden Betzenberg, dann gab es eine wahre Aufholjagd der Mainzer, die den 3:0-Rückstand in Wolfsburg noch in einen 3:4-Sieg umwandelten.

 

Am Sonntag gab es im ersten der beiden Spiele noch einmal eine Torflut zu bestaunen: Gladbach rannte in der BayArena den Leverkusenern immerwieder auf und davon und ging am Ende als Gewinner eines 3:6-Spieles vom Platz.
38 Tore also am 2. Spieltag der neuen Saison. So kann´s gerne weitergehen.

 

Hier alles auf einen Blick:

Kaiserslautern - Bayern 2:0

Leverkusen - Gladbach 3:6

Wolfsburg - Mainz 3:4

Frankfurt - Hamburg
1:2

Bremen - Köln 4:2

Schalke - Hannover 1:2

Nürnberg - Freiburg 1:2

St. Pauli - Hoffenheim 0:1

Stuttgart - Dortmund 1:3

Der Uebergang
27.08.2010 - 12:28

 

 

Was ist unsichtbar und stinkt nach Hase? Ein Kanichenfurz!

Alter Hut, Otto. Aber der, der ist neu: Was ist das? Furchtbare Monster, die die Dunkelheit lieben, menschlichen Ursprungs sind, aber übermenschliche Kräfte besitzen und sich vom Blut ihrer Opfer ernähren - genau: Ein Viral.

 

So heißen die Dinger nämlich im Roman "Der Übergang" von Justin Cronin. Des Unheils Quell mag nicht in Transsilvanien liegen sondern in einer militärischen Forschungseinrichtung mitten im Herzen der Vereinigten Staaten. Der Modus Operandi der unheilvollen Protagonisten erinnert aber schon ein wenig an die Hauptdarsteller all der anderen Bücher auf dem Markt, die sich momentan dem Vampir angenommen haben. Vampir, jetzt wo es doch ausgesprochen ist, lassen sich wunderbar die Unterschiede aufzeigen: Vor allem fehlt den Dingern jeglicher Sex-Appeal, sie haben einfach nur ein fieses Verlangen, den Rest der Menschheit, der 90 Jahre nach Ausbruch des Virus (aus eben dieser militärischen Einrichtung) noch über ist, zu verspeisen. So weit, so wenig originell.

 

Zu Beginn wird schnell die Quelle allen Übels aufgezeigt und anschließend genüsslich der Zerfall der Zivilisation ausgebreitet. Cronin präsentiert dies anhand der Erzählungen verschiedener Protagonisten zu unterschiedlichen Zeiten nach Ausbruch der Epidemie. Verbunden sind die Zeitebenen durch Amy – Amy, ein kleines Mädchen, das ebenfalls infiziert ist, wurde nicht zum Monster, ihr Schicksal ist es, langsam zu altern und die apokalyptische Landschaft zu durchstreifen...1000 Jahre lang, wohl lang genug für die auf drei Teile angelegte Serie.
Am Ende muss man aber zugeben, dass die Mad Max-mäßige Mischung aus Zombieelementen, Vampirmythos und Endzeitstimmung zumindest eins kann: Gut unterhalten. Und der Film, der sicher kommen wird, könnte dann die teilweise sehr langatmigen Strecken einfach überspringen.

 

Fazit: Lesen, sich unterhalten lassen, aber die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.

Salt
24.08.2010 - 12:02

 

 

Salt ist einer dieser Filme, die ohne die Besetzung der Hauptrolle wohl niemals in die Kinos gekommen wäre, in diesem Fall: Angelina Jolie. Was aber nicht unbedingt heißt, dass „Salt“ ein schlechter Film ist - eher im Gegenteil.

 

In „Salt“ geht es um die CIA-Geheimagentin Evelyn Salt (na wer wohl?), die in einen Komplott um Doppelagenten verwickelt wird. Eines Tages taucht in der CIA-Zentrale ein russischer Agent auf, der vorgibt, überlaufen zu wollen und wichtige Informationen anbietet. Während des Verhörs sagt er Evelyn, dass sie eigentlich eine Russin ist, die als Kind bereits auf Agentin gedrillt, anschließend in die USA geschleust wurde und nun den Auftrag hat, den russischen Präsidenten umzubringen. Der vermeintliche Überläufer erhofft sich davon einen Krieg zwischen den USA und Russland auszulösen. Evelyn wird selbstverständlich festgehalten, obwohl sie ihre Unschuld beteuert. Als ihr niemand glauben mag, flieht sie und es beginnt eine lange Hetzjagd auf die vermeintliche Doppelagentin, die aber tatsächlich über eine geheime Vergangenheit verfügt, über die hier aber erst mal nichts verraten werden soll.

 

„Salt“ steht und fällt mit Angelina Jolie, auch wenn in Liev Schreiber als ihrem Vorgesetzten ein weiterer bekannter Schauspieler auftritt. Das ist etwas Gutes für Fans von Angelina Jolie, allerdings leidet der Film etwas darunter, dass Jolie das tut, was man aus vielen Filmen von ihr bereits kennt: Mit leicht hochgezogenen Augenbrauen werden in Windeseile Leute über den Jordan geschickt. Das ist prinzipiell nichts schlechtes, allein man kennt es schon aus Filmen wie „Wanted“ oder der Tomb Raider-Reihe. Dazu kommt die eine oder andere unfreiwillig komische Szene, in der man sich doch sehr an MacGyver erinnert fühlt, z.B. wenn Evelyn sich aus einem Feuerlöscher und diversen Putzmitteln eine Art Granatwerfer bastelt. Das sieht gut aus, aber wie gesagt: MacGyver...

 

Für alle, die gerne mal wieder Angelina Jolie mit einigen Explosionen im Hintergrund und einer guten, wenn auch etwas vorhersehbaren Geschichte sehen wollen ist der Film genau richtig. Wenn man dann dazu noch nicht weiß, wer MacGyver war, umso besser.

Bundesliga 1. Spieltag 2010/2011
23.08.2010 - 18:12

 

 

Ob die neue Saison wohl gleich mit einer Überraschung beginnt?

Bei der Eröffnungsbegegnung Bayern vs. Wolfsburg hätte es durchaus sein können, doch die Münchener ließen nichts anbrennen und besiegten die Wölfe am Ende - und ganz typisch für den FCB - dank eines Tores in der Nachspielzeit, mit 2:1.

 

Doch dann kamen sowohl Samstag als auch Sonntag noch drei Ergebnisse hinzu, mit denen wohl niemand so wirklich gerechnet hatte: Bremen kam in Hoffenheim mit 4:1 unter die Räder, wobei die Hoffenheimer schon in der 1. Hälfte kurzen Prozess machten und es mit diesem Ergebnis bereits in die Kabine ging. Womöglich hatten sie Mitleid mit den Norddeutschen und beließen es bei den 4 Treffern. Die anderen Norddeutschen, noch ganz frisch in der Bundesliga, zeigten gleich mal, wie man einen perfekten Saisonstart hinlegt: Im Tor der Freiburger klingelte es gleich 3 Mal! St. Pauli scheint angekommen in Liga Eins. Dass Mainz den Stuttgartern keine Chance ließ und am Sonntag ohne Probleme einen 2:0-Heimsieg einfuhr, macht Lust auf mehr. Vielleicht kann in dieser Saison wirklich jeder jedem mal die Punkte entführen...

Hier die übrigen Ergebnisse. Die Frankfurter Eintracht leider mit keinem guten Start. Es kann also nur besser werden, Jungs!

 

Bayern - Wolfsburg 2:1

Hoffenheim - Bremen 4:1

Freiburg - St. Pauli 1:3

M'gladbach - Nürnberg 1:1

Köln - K'lautern 1:3

Hannover - Frankfurt 2:1

Hamburg - Schalke 2:1

Mainz - Stuttgart 2:0

Dortmund - Leverkusen 0:2