Amadoro
21.02.2011 - 11:58

 

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Dass die renommierten Restaurants Amador, Tasca und Reinstoff sich in den vergangenen Jahren mit dem Titel "beste spanische Weinkarte" versehen konnten, ist zu großen Stücken einem Weinkenner aus dem Rhein Main Gebiet zu verdanken: Stephan Rath! Er begann vor über 11 Jahren spanische Weine nach Deutschland zu importieren. Inzwischen vertreibt unter www.amadoro.de auch schon für kleines Geld Rot- und Weißweine, Rosés, aber auch Sekt, Dessertweine und eine kleine Auswahl von Essigen und Salz – alles von der Iberischen Halbinsel. Und das nicht nur an die hiesige Sterne-Gastronomie, sondern vor allem auch an Privatpersonen.

 

Der Blick auf www.amadoro.de lohnt sich jedoch nicht nur für absolute Weinkenner und Sommeliers. Die Art der Weine, deren Geschmack und deren Herkunft werden verständlich erklärt. So wird der ein oder andere Wein auch mal als süffig beschrieben oder mit „der zischt“ belegt. So macht das Durchstöbern des Shops nicht nur Spaß, man bekommt in den meißten Fällen auch Lust auf ein leckeres Glas Wein am Abend.  

 

Prosecco
20.12.2010 - 11:19

 

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PROSECCO

Prosecco für alle! Mann, das wollte ich schon immer mal sagen - und vor allem dann auch durchziehen. Dieses Jahr zu Silvester ist es endlich soweit; der KING KAMEHAMEHA CLUB gibt ein Gläschen aus. Alle, die rechtzeitig vor Mitternacht kommen, können sich über ein Glas Live Brune S Prosecco freuen. Der Spumante aus der Kellerei Cantine Maschio weiß durch sein intensives Bouquet aus Aromen von Pfirsichen, Bananen und grünen Äpfeln zu überzeugen. Also, nicht verpassen: der KING KAMEHAMEHA CLUB gibt einen aus! Aber wer dabei sein will, muss sich beeilen, denn langsam werden die Karten knapp. Karten gibt es so lange der Vorrat reicht an der Abendkasse und im BEYOND SALOON.

 

Peter Kogler Projektion
28.07.2010 - 18:18

Unsere Nachbarn können nicht nur viel besser Skilaufen als wir, nein, sie haben noch ganz andere Talente, die uns zeitweise mit offenem Mund staunen lassen!

 

 

Peter Kogler – das klingt österreichisch. Und das ist es auch – vielmehr, er ist es.

Was ihn, den Peter Kogler, so einzigartig macht, sind seine 360-Grad-Multiprojektionen, die einem das Gefühl geben, den Boden unter den Füssen zu verlieren. Mittels 12 Projektoren schafft er es, einen illusionistischen Raum, der den Betrachter gänzlich vereinnahmt, zu erschaffen. Linien eines gleichmäßigen Gitternetzes verlieren ihre festen Koordinaten und dehnen sich zu einem Formenspiel amorpher Figuren aus. Alle projizierten Elemente befinden sich in einer permanenten Transformation ihrer Struktur und bringen den Raum visuell zum Schwingen.

In die Vibration des Raumes mischen sich Klangelemente aus selbstgefertigten Gerätschaften und Instrumentarien aus der Messtechnologie und anderen Forschungsbereichen. Die wiederum kommen aus den Händen des Soundkünstlers Franz Pomassl – ebenfalls Österreicher.

Die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle läuft noch bis zum 12. September 2010.

 

Projektleitung: Heide Häusler (SCHIRN)

Seurat Ausstellung
29.01.2010 - 20:11

Fine Arts

Vielleicht weil uns die Bilder ein wenig an unseren Beach Club erinnert haben und wir den Sommer herbeisehnen, kamen wir auf die Idee Euch über die anstehende Seurat Ausstellung in der Schirn Kunsthalle zu
informieren.                                                             

1

 

Der französische Neoimpressionist Georges Seurat gilt noch heute als Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter des von ihm entwickelten Pointillismus. Neben Cézanne, van Gogh und Gauguin zählt er zu den bedeutendsten Wegbereitern der Kunst der Moderne und inspirierte viele nachfolgende Künstlergenerationen. Seine Werke komponierte er akribisch aus zahllosen kleinen, nebeneinander angeordneten Farbtupfern, die sich auf der Netzhaut des Betrachters zu einzigartigen Farbwelten vermischen.
Bis zu seinem frühen Tod im Alter von 31 Jahren schuf er ein
bedeutendes Œuvre.

 

3

 

Die SCHIRN widmet Georges Seurat erstmals seit den 80er Jahren eine repräsentative Überblicksausstellung in Deutschland und zeigt rund 60 Gemälde und Zeichnungen aus namhaften internationalen Sammlungen und Museen wie dem Metropolitan Museum of Art, New York, dem Musée d’Orsay, Paris, oder der Tate Gallery, London.

 

Die Ausstellung wird am Mittwoch den 03.02. eröffnet und ist vom 04.02. bis einschließlich Sonntag, 09.05.2010 für die Öffentlichkeit zu bewundern.

 

Bild Dir Deine Meinung...mal anders!

 

 

Ines Pietz_Menschen im Club
21.12.2009 - 15:19

Ines PietzBuchtitel

Heller als der Alltag

Von Marc Peschke

„Night Fever! Night Fever!“ (The Bee Gees: „Night Fever“ 1978)

„Never been closer to heaven. Never been further away.“
(Pet Shop Boys: „Closer to heaven“ 1999)

Die schönste Disco ist die fotografierte oder gefilmte Disco. Oder hast Du jemals so aufregende Nächte erlebt wie im „Studio 54“? Hast Du jemals im echten Leben einen so grandiosen Discokönig gesehen wie Travolta in „Saturday Night Fever“? Damals im „2001 Odyssey" in Brooklyn? Und hat Dir jemals ein DJ wirklich das Leben gerettet? Die Disco und der Club sind mythische Orte vibrierender Bewegung, sind Orte der Vitalität, doch auch: medial vermittelte Orte - in denen gleichsam imaginäre Flammen den Dancefloor umzüngeln.
Natürlich ist nicht jede Disco so wie das „2001 Odyssey“: Viele sind sterbenslangweilig, nichts als Ödnis. Anders dagegen die Fotografien von Inès Pietz, die ausnahmslos im Frankfurter „King Kamehameha“ entstanden sind: Sie suchen den hedonistischen Moment, die Sekunde, in der alles möglich scheint. „Last night the DJ saved my life“ – viele Bilder in diesem Buch sehen so aus, als ginge das wirklich.
Doch wie kann die Sekundenkunst Fotografie solche Momente einfangen? Es ist nicht schwer: Pietz macht den Betrachter zu ihrem Vertrauten, denn kaum jemand kennt solche selbstvergessenen Momente im Club nicht. Jeder Betrachter ist ein Mitwisser: Ja. So ist das. In den besten Momenten.
Man könnte ein schönes Buch schreiben über Fotografie und Clubkultur. Da wäre etwa zu erzählen von Massimo Vitalis grandiosem Fotobuch „Beach & Disco“. Aus etwa fünf Meter Höhe fotografiert Vitali stets von einem selbstgebauten Podest. Vogelperspektive. Anders die 1973 geborene Frankfurterin: Sie ist dichter dran, beinahe schon Teil des eigenen Sujets. 
Doch die Clubfotografen eint dieses Phänomen: Sie alle halten fest, was doch so flüchtig ist wie die Schweißperle auf der Stirn, wie der Alkohol im Glas, wie der Beat, der sich bald ändert, wie die Tanzfläche, die sich füllt und wieder leert, eine ganze Nacht lang. Fotografieren im Club ist ein Wagnis: Denn an das Sekundengefühl der Euphorie heranzukommen, den Herzschlag der Tänzer und Tänzerinnen abzubilden, eine Ahnung zu geben von den Blitzen des Stroboskops, das ist kaum möglich.
Pietz geht den subjektiven Weg. Auch wenn der Ort, das Frankfurter „King Kamehameha“, erkennbar bleibt, so könnten ihre Fotografien überall entstanden sein. Unschärfen, Farbverzerrungen, harte Anschnitte erzählen von der Schnelligkeit, mit der die Aufnahmen entstanden sein müssen. Doch Kairos, der Gott des günstigen Augenblicks, war ihr gewogen. Die entscheidenden Momente packt Inès Pietz beim Schopf. Und fotografiert.
Ganz anders etwa auch als Martin Eberle, dessen Fotobuch „Temporary Spaces“ die Clubszene Berlins beleuchtete, die ständig wechselnden Orte, die er meist menschenleer fotografierte. Inès Pietz schreibt DISCO in Großbuchstaben, zelebriert Fotografie als Party, modelliert Klang, Beat, Licht, Bewegung, Körpergesten und Raum, flüchtige Momente zu glamourösen Sphärenbildern.
Doch es gibt auch andere Arbeiten. Stillere Porträts. In diesem Buch mit den Bildern des Nachtlebens vereint. Sie spricht die Menschen im Club an – und verabredet sich mit ihnen, um noch mehr zu sehen. Die Frage „Was macht der so?“ ist nicht unwichtig. Jemand sehen, jemand kennenlernen wollen, mit ihm sprechen, fotografieren, sich ein Bild machen. Das gehört alles zusammen.
Zurück auf den Dancefloor: Dass Inès Pietz den euphorischen Moment nie in seiner komplexen Wirklichkeit erfassen kann, dass auch sie inszeniert, auswählt und damit ihre eigene, allegorische Samstagnachtfiebergeschichte schreibt, liegt in der Natur des Fotografischen. Da bleiben Fragen offen, wie der Kommunikationsphilosoph und Medienkritiker Vilém Flusser schreibt. Es gibt Momente, Gesten, die kaum zu dechiffrieren sind: „Die Geste ist eine Bewegung des Körpers oder eines mit ihm verbundenen Werkzeugs, für die es keine zufriedenstellende kausale Erklärung gibt“.
Vor allem aber erzählt Inès Pietz die wunderbare Geschichte eines Lebensgefühls weiter: davon, wie es ist, auszugehen, sich zu kleiden und zu schmücken, zu prahlen, sich auf der Clubtoilette im Spiegel zu betrachten. Man sieht Samstagnacht einfach besser aus - als Montagmorgen. Deshalb zeigen sich die allergrößten Discokönige ja auch nie am Tag. Das Licht aber ist nicht dunkler Samstagnacht. Man kann nicht weniger erkennen, sondern mehr. Die Gefühle scheinen stärker. Das Licht ist heller. Heller als der Alltag.

(Marc Peschke, geboren 1970 in Offenbach am Main, Kunsthistoriker, lebt als freier Autor in Hamburg und Wiesbaden. Kontakt: marpeschke@aol.com oder 0175-7738233)